Roadtrip Neuseeland

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11. November bis 10. Dezember 2016

Lesezeit 3 Minuten

Die längste Etappe unserer gemeinsamen Reise um den Erdball begann in Auckland. Einen Tag nach dem großen Erdbeben auf der Südinsel, waren wir froh auf der Nordinsel mit unserer Tour beginnen zu können. Die ersten zwei Tage waren total verregnet und wir entschieden uns darum, möglichst schnell einen Campervan zu mieten und damit los zu fahren. Mit unserem kleinen aber praktisch ausgestatteten Nissan Vanetta – wir tauften ihn Luigi – erkundeten wir so in gemächlichem Tempo (erlaubte Höchstgeschwindigkeit in NZ sind 100 km/h) dieses wunderschöne Land. Wir hangelten uns von einem Campingplatz zum nächsten, die alle gut ausgestattet waren und teilweise sogar direkt am Wasser lagen. Vorreservierungen waren nicht notwendig und so fiel das Reisen leicht. In den größeren Orten kauften wir im Supermarkt alles notwendige für die Selbstverpflegung ein und kochten meist jeden Abend leckere frische Gerichte.

Auf der Nordinsel beeindruckten uns vor allem die tollen Strände, Buchten und Inseln, die das größtenteils hügelige Landesinnere umrahmen. Abseits der Küsten findet man hier saftige Farnwälder und weite Weidelandschaften mit unzähligen Schafen und Kühen und auch vulkanische Gegenden, die mit dem typischen Schwefelgeruch und brodelnden Quellen einen Hinweis auf die ständige Plattenverschiebung geben. Unsere Route führte von Auckland aus zuerst vorbei an Whangarei und der Bay of Islands hoch in den Norden bis zum nördlichsten Punkt Neuseelands. Am Cape Reinga pfiff uns der Wind mit 50 Knoten um die Ohren und das Zusammentreffen von Tasmanischer See und Pazifischem Ozean bot ein phantastisches Schauspiel. Wieder vorbei an Auckland ging es Richtung des Surferdorfes Raglan und weiter zu den Waitomo Caves, wo unzählige Glühwürmer die stockfinsteren Höhlendecken in einen Sternenhimmel verwandeln. Über Rotorua mit den Blue Springs ging es weiter in de vulkanische Gegend um Taupo und in den Tongariro National Park, wo wir in einer langen Wanderung die Vulkanlandschaft um den Mount Ngauruhoe überquerten. Dann fuhren wir kreuz und quer erst nach New Plymouth im Westen, wo sich der Mount Taranaki leider die meiste Zeit hinter Wolken versteckte, ein Stück entlang des Surf Highway bis hinüber nach Castlepoint im Osten, wo wir den wohl schönsten Sonnenaufgang erlebten. Nach einem Abstecher zum Cape Palliser erreichten wir nach zwei Wochen die Hauptstadt Wellington. Von hier aus setzten wir mit der Fähre über auf die Südinsel nach Picton.

Im Gegensatz zur Nordinsel ist die Südinsel geprägt von alpinem Gebirge und Fjorden die auf andere Weise ebenso beeindruckend sind. Über Nelson und den Abel Tasman National Park fuhren wir rüber zur atemberaubenden Westküste, vorbei an den Pancake Rocks und weiter Richtung Süden. Die Gletscher Fox und Franz Josef versteckten sich leider in Regenwolken, so dass wir diese auslassen mussten. Ab Haast führte die Straße ins Landesinnere und bot zahlreiche Gelegenheiten bei kurzen Stops die einzigartige Natur zu bewundern. In Wanaka erklommen wir den Roys Peak und hatten eine unglaubliche Aussicht auf die umliegenden Seen und schneebedeckten Berggipfel, bevor es über Queenstown nach Te Anau ging. Von hier aus machten wir einen Tagesausflug zum Milford Sound und fanden uns auf dem Weg dort hin in einem Meer aus Lupinen wieder. Dann ging es rüber zur Ostküste nach Dunedin und Oamaru und wieder zurück ins Inselzentrum zu denn Seen Pukaki und Tekapo. Die letzte Etappe führte uns über Akaroa nach Christchurch, wo wir unseren Luigi wieder abgaben und nach vier Wochen den nächsten Flieger, diesmal Richtung Fiji nahmen…

Ein kleines Fazit am Ende dieser besonderen Etappe können wir ziehen – Jeder sollte einmal Neuseeland bereist haben! Egal wo lang man fährt, die Natur ist überwältigend, vielfältig und wirklich atemberaubend. Und egal wohin man kommt, die Menschen sind super freundlich und hilfsbereit. Nun verstehen wir unsere Freunde, die dieses Land in ihr Herz geschlossen haben und sagten, Neuseeland enttäuscht euch nie. Und sie hatten recht.

Roadtrip New Zealand – 11 November 11th till December 10th 2016

The longest part of our journey around the globe started in Auckland. One day after the big earthquake on the South Island, we were glad to be able to start our tour on the North Island. The first two days were totally rainy and we decided to rent a Campervan as quickly as possible and start driving. With our small but practically equipped Nissan Vanetta – we named him Luigi – we explored this beautiful country at a leisurely pace (allowed top speed in NZ is 100 km/h). We drove from one campsite to the next, all well-equipped and some of them located directly at the waterfront. Pre-reservations were not necessary and so traveling was easy. In the supermarkets of the larger towns we bought everything necessary for self-catering and cooked delicious fresh dishes every evening.

On the North Island we were particularly impressed by the great beaches, bays and islands that border the vast hilly countryside. Away from the coasts you find juicy fern forests and wide pastures with countless sheep and cows and also volcanic areas, which give an indication of the constant plate shift with the typical sulfur smell and seething springs. Our route ran from Auckland to Whangarei and the Bay of Islands further up to the northernmost point of New Zealand. At Cape Reinga, the wind dashed around us with 50 knots and the meeting of the Tasmanian Sea and the Pacific Ocean provided a fantastic spectacle. Then we headed to the Surfer Village Raglan and on to the Waitomo Caves, where countless glowworms turn the dark caves into a starry sky. Via Rotorua with the Blue Springs we went on to the volcanic area around Taupo and the Tongariro National Park, where we crossed the volcanic landscape around Mount Ngauruhoe in a long hike. Then we drove crosswise to New Plymouth in the west, where Mount Taranaki unfortunately hid behind clouds most of the time, a bit along the Surf Highway to Castlepoint in the east, where we saw the most beautiful sunrise. After a trip to Cape Palliser we reached the capital Wellington after two weeks. From here we took the ferry across to Picton on the South Island.

In contrast to the North Island, the South Island is characterized by alpine mountains and fjords which are equally impressive in other ways. Via Nelson and the Abel Tasman National Park we drove over to the breathtaking west coast, passing the Pancake Rocks and heading south. The glaciers Fox and Franz Josef unfortunately hid themselves in rain clouds, so we had to omit these. From Haast the road led into the inner of the island and offered numerous opportunities to admire the unique nature during short stops. In Wanaka we climbed Roys Peak and had an incredible view of the surrounding lakes and snow-capped mountains before heading to Te Anau via Queenstown. From here we made a day trip to Milford Sound and found ourselves in a field of lupines on the way there. Then we went over to the east coast to Dunedin and Oamaru and drove back to the center to see the lakes Pukaki and Tekapo. The last stage led us via Akaroa to Christchurch, where we returned Luigi and took the next flight after four weeks, this time to Fiji…

A small conclusion at the end of this special part of our journey – everyone should have traveled to New Zealand! No matter where you go, the nature is overwhelming, diverse and truly breathtaking. And no matter where you stay, the people are super friendly and helpful. Now we understand our friends who have taken this country to their hearts and said New Zealand never disappoints you. And they were right.

Sommer in Sydney

11. bis 14. November 2016

Lesezeit 1 Minute

Gute drei Tage hatten wir Zeit, um die australische Metropole zu erkunden, den Sommer zu genießen und mit Freunden etwas Zeit zu verbringen. In der nicht all zu großen, dafür schönen Stadt bieten sich dafür auch jede Menge Gelegenheiten. Angefangen bei einer Tour durch die Innenstadt, über einen Besuch der Zahlreichen Cafés am Hafen und an der bekannten Oper, bis hin zum Nachtleben in Bars und Clubs. Für letzteres muss man jedoch unbedingt daran denken einen Ausweis dabei zu haben, da auch wir schnell feststellen mussten, selbst offensichtlich erwachsene Leute werden streng kontrolliert und ohne entsprechenden Nachweis der Volljährigkeit abgewiesen. Generell beginnt das Nachtleben hier viel eher als in Berlin und endet dafür bereits gegen 2 Uhr früh. Außerdem fiel sofort auf, dass sich die Leute hier zum Weggehen richtig schick machen und in Schale schmeißen. Dass die Australier (oder zumindest die Einwohner von Sydney) sehr viel Wert auf körperliche Fitness und ihr Aussehen legen, spiegelte sich auch in den unzähligen Joggern, Surfern und Sportstudios wieder. Man kann es ihnen ja auch nicht verübeln, am Bondi Beach gut aussehene zu wollen. Uns hat Sydney jedenfalls sehr gut gefallen und auch die bei Abenddämmerung in den vielen Parks der Stadt ausschwärmenden Flughunde, hinterließen Erinnerungen, die wir so schnell nicht vergessen. Inzwischen waren wir, dank unserer Freunde, auch mit vielen tollen Tipps für Neuseeland ausgerüstet und machten uns auf zur nächsten Etappe…

Summer in Sydney
November 11th till 14th 2016

We had three days time to explore the Australian metropolis, enjoy the summer and spend some time with friends. The not too big but beautiful city, offered plenty of opportunities, starting with a tour through the city center, visiting the numerous Cafés at the harbor and the famous opera, as well as discovering the nightlife in bars and clubs. For the latter one, you definitely have to remember to bring a passport. We quickly had to realize that even obviously adult people are strictly controlled and rejected without proof of age. In general, the nightlife starts much earlier here than in Berlin and ends already around 2 am. Moreover we noticed that the people here dress up really nicely when they go out for drinks or so. The fact physical fitness and appearance is very important to the Australians (or at least the inhabitants of Sydney), which was also reflected in the innumerable joggers, surfers and sports studios. Of course everyone wants to look sexy at Bondi Beach. We liked Sydney very much and additionally the giant fruit bats that appeared at dusk in the noumerous parks, created memories that we will not forget so quickly. In the meantime we were, thanks to our friends, equipped with lots of great tips for New Zealand and took off to the next destination…

Auf dem Sprung durch Malaysia und Singapur

08. bis 10. November 2016

Lesezeit 2 Minuten

Von Taipei aus landeten wir erst am späteren Abend in Kuala Lumpur, konnten aber zumindest auf der Fahrt zum Hotel einen Blick auf die erleuchtete Stadt und die Petronas Towers werfen. Viel mehr Zeit blieb uns leider auch am nächsten Morgen nicht für eine Stadtbesichtigung. Zum einen mussten wir uns noch um Zugtickets nach Singapur kümmern, die gerade mal 12 Euro pro Person kosteten, und zum anderen machte uns der kurze aber heftige Monsunregen einen Strich durch die Rechnung. So stiegen wir also in den relativ modernen Zug ein, der uns Richtung Süden brachte, ohne etwas von der Stadt gesehen zu haben. Dafür konnten wir umso mehr Eindrücke von Malaysia während der Zugfahrt sammeln. Die ersten zwei Stunden fuhren wir auf elektrifizierter Strecke und mussten dann umsteigen in eine Art Regionalbahn an deren Anfang eine Diesellok das Tempo vorgab. Die Klimaanlage war dermaßen kalt eingestellt, dass alle Passagiere hektisch nach irgendwelchen Kleidungsstücken zum Überziehen suchten und sich Tee bestellten, der in mit Gummiband verschlossenen Plastiktüten serviert wurde. Es muss ein lustiges Bild gewesen sein, wie bei einer Außentemperatur von über 30 °C die Leute aus dem Zuginneren mit Mützen, dicken Pullovern und Schals nach draußen geschaut haben. Irgendwann regulierte das Zugpersonal die Temperatur dann nach, so dass keiner mehr zittern musste. Auf der relativ langsamen Fahrt von über 8 Stunden durch den malaysischen Dschungel, kamen wir vorbei an kleinen Dörfern, durchquerten Palmenwälder, sahen Papageien mit dem Zug um die Wette fliegen und Affen in den Bäumen entlang der Strecke von Ast zu Ast schwingen.

Irgendwann erreichten wir dann auch die Endhaltestelle JB Sentral und machten uns auf den Weg zur Einreise nach Singapur. Dies dauerte dann allerdings länger als wir dachten, da der Grenzübergang von vielen Einheimischen Berufspendlern in beide Richtungen stark genutzt wird. Zudem mussten wir erst einmal die Ausreise aus Malaysia, dann eine Busfahrt zum anderen Grenzposten in Woodland und letztendlich die Einreise nach Singapur mit Gepäckkontrolle hinter uns bringen. Zwei Stunden später saßen wir dann endlich im Taxi auf dem Weg ins Hotel. Wo uns ein Freund zum Essen abholte. In Little India konnten wir dann unsere inzwischen knurrenden Mägen beruhigen und ließen den Abend in einer Bar mit Singapur Sling Cocktails ausklingen. Überhaupt findet man in Singapur quasi alle Kulturkreise im Kleinformat, da die Stadtbezirke beispielsweise Little Italy und Little Chinatown heißen und auch so aussehen. Den Tag verbrachten wir mit einem langen Stadtspaziergang, der uns nicht nur durch die urbanen Straßenschluchten und vorbei an den bekannten Wahrzeichen, sondern auch durch eine riesige Parkanlage führte. Hier standen neben farbenprächtigen Blumen und Sträuchern aller Art auch künstliche Bäume, deren Stämme aus Stahlgestell über die Jahre mit Pflanzen bewachsen sollen. Und schon war es an der Zeit aufzubrechen, da der nächste Flieger Richtung Sydney bereits auf uns wartete…

On the go through Malaysia and Singapore
November 8th till 10th 2016

We landed in Kuala Lumpur from Taipei late in the evening, but could at least get a glimpse of the illuminated city and the Petronas Towers on our drive to the hotel. Unfortunately not much more time remained the next morning. On the one hand, we had to find and buy train tickets to Singapore, which were just 12 euros per person, and on the other hand, the short but violent monsoon rain foiled our plans. So we got into the relatively modern train, which brought us south, without having seen anything of the city. Nevertheless we were able to gather more impressions of Malaysia during the train journey. The first two hours we drove on an electrified route and then had to change into a kind of regional train at which’s beginning a diesel locomotive rendered the speed. The air conditioning was so cold that all the passengers frantically searched for some warm clothes and ordered tea, which was served in plastic bags sealed with rubber band. It must have been a funny picture, while at an outside temperature of more than 30°C the people from inside the train looked out of the windows wearing thick sweaters and scarves. At some point, the train crew adjusted the temperature so that no one had to freeze any longer. On the relatively slow journey of over 8 hours through the Malaysian jungle, we passed small villages, crossed palm tree forests, saw parrots flying by and monkeys swinging in the trees from branch to branch.

Then we reached the final stop JB Sentral and made our way to Singapore. However, this took longer than we thought, because the border crossing is used by many locals in both directions. We had to leave Malaysia, then take a bus to the other border post in Woodland and finally enter Singapore after passing the baggage control. Two hours later, we finally sat in the taxi on the way to the hotel, where a friend picked us up for dinner. In Little India we were able to soothe our meanwhile growling stomachs and let the evening end in a bar with Singapore Sling cocktails. In Singapore you can find almost all cultural circles in small-scale. For example Little Italy and Little Chinatown are the city’s districts. We spent the next day with a long city walk, which led us not only through the urban street canyons and past the famous sights, but also through a huge park. In addition to colorful flowers and shrubs of all kinds, there were also artificial trees, which’s stems were to be greened with plants over the years. And it was already time to leave, since the next flight to Sydney was already waiting for us…

Taiwan Tag und Nacht

01. bis 08. November 2016

Lesezeit 2 Minuten

Ein kurzer vierstündiger Flug brachte uns von Tokyo nach Taipei. Auch diese Metropole ist riesig, jedoch anders als japanische Städte merklich vom chinesischen Einfluss geprägt. Was als erstes auffiel ist der Verkehr. Hier fahren die Autos wieder auf der rechten Seite, anders als in den vorherigen Reiseländern. Auch die Straßen waren nicht ganz so penibel sauber, wie in Tokyo, sondern erinnerten eher an berliner Verhältnisse, dennoch ist Taipei sehr grün und lädt zum spazieren ein. Wie wir am ersten Tag schnell feststellten, läuft man allerdings doch viel länger als man denkt, wenn man nur mit dem Finger den Stadtplan entlangfährt, und so kamen die Pre-Paid-Metro-Karten auch hier wieder sehr gelegen. Die weiten Strecken zwischen Staatsdenkmälern, Tempeln und Nachtmärkten ließen sich so viel einfacher zurück legen. Ein Besuch auf dem höchsten Gebäude der Stadt, dem Taipei 101, war natürlich Pflicht und so fuhren wir mit dem Fahrstuhl in nur 30 Sekunden hinauf auf 390 Meter. Trotz eher wolkigem Wetter war die Aussicht gut und lohnenswert. Neben den baulichen Sehenswürdigkeiten haben es uns aber vor allem die Nachtmärkte angetan. Jeden Abend erkundeten wir einen anderen, angefangen in Ninxia bis nach Shilin, und probierten uns durch die Angebotsvielfalt. Als Vegetarier hat man es da ein klein wenig schwerer, als wenn man Fleisch und jegliche Art von Seafood isst, dennoch findet man viele leckere Gerichte. Kommt man jedoch an einer der zahlreichen Straßenküchen vorbei, die Stinky Tofu anbieten, kann einem schon mal schlecht werden, bei dem penetranten Geruch.

Mit dem Zug fuhren wir dann für einige Tage zu Freunden in den Süden nach Kaohsiung, wo das Wetter auch merklich sommerlicher war. Mit dem Scooter und mit Fahrrädern erkundeten wir gemeinsam die Hafenstadt, das künstlerische Viertel, deren Cafés und Restaurants, beobachteten die Einheimischen bei enthusiastischen Karaoke-Darbietungen und hatten eine schöne und lustige gemeinsame Zeit. In einer riesigen buddhistischen Tempelanlage, über der ein großer goldener Buddha thront, versuchten wir uns im Meditieren und in einem kleinen alten Dorf bemalten wir traditionelle Ölpapier-Schirme. Von den “Anstrengungen” des Tages entspannten wir bei traditioneller chinesischer Fußmassage, die man selbst um Mitternacht noch bekommen kann. Dann ging es für uns wieder zurück nach Taipei und weiter zum nächsten Reiseabschnitt – dieser sollte quasi im Schnelldurchlauf erfolgen…

Taiwan Day and Night – November 1st till 8th 2016

A short four-hour flight took us from Tokyo to Taipei. This metropolis is huge, but unlike Japanese cities markedly influenced by Chinese culture. The first thing we noticed is the traffic. Here, the cars drive again on the right, unlike in the previous destinations. Also the streets were not quite as meticulously clean, as in Tokyo but more like Berlin, though Taipei is very green and invites to walk. However, as we quickly noticed on the first day, the distances are much bigger than one thinks, when running along the map with the finger. So the Pre-Paid-Metro-cards came in very handy again. The vast distances between state monuments, temples and night markets are much easier to cover. A visit to the tallest building in the city, the Taipei 101, was, of course, a must and so we took the lift up to 390 meters in just 30 seconds. Despite the rather cloudy weather the view was good and worthwhile. Besides the architectural sights, we particularly fell in love with the night markets. Every evening, we explored a different one, starting from Ninxia to Shilin, and tried out the large variety of food. Being a vegetarian it is a little more difficult as if eating meat and any kind of seafood, but you can find many delicious dishes. However, if one passes by one of the numerous street kitchens that offer Stinky Tofu, one can get sick with the penetrant smell.

By train we drove to the south to Kaohsiung for a few days to visit friends. The weather was noticeably more like summer. With scooters and bicycles we explored the harbor city, the artistic district, their cafes and restaurants, watched the locals at their enthusiastic karaoke performances and had a nice and fun time together. In a giant Buddhist temple complex, above which a great golden Buddha thrones, we tried some meditation and in a small ancient village we painted traditional oil paper umbrellas. From the „exertions“ of the day we relaxed enjoying a traditional Chinese foot massage, which you can get even at midnight. Then we went back to Taipei and went on to the next stage – this should take place almost in fast forward mode…

Japan für Anfänger

18. Oktober bis 1. November 2016

Lesezeit 3 Minuten

Japan ist nun also unsere dritte Station auf der Weltreise und wir haben zwei Wochen Zeit, um Land und Leute etwas kennen zu lerenen. Viel zu wenig für ein so großes und vielseitiges Land, dennoch genügend um einen ersten Eindruck zu bekommen und einige Städte auf der Hauptinsel Honshu zu erkunden. Narita und Tokyo sind unsere ersten Anlaufstellen. Gleich am ersten Tag stellen wir fest, dass die Preise für Hotelzimmer zwar einigermaßen erschwinglich sind, man jedoch für das überaus leckere japanische Essen ein kleines Vermögen loswerden kann. Wir entscheiden uns dafür, die erste Woche unser Quartier in Tokyo aufzuschlagen und danach in Kyoto zu bleiben. Von hier aus entdecken wir die Städte selbst und machen mit dem Zug einige Tagesausflüge in die mehr oder weniger nahe Umgebung. Mit unseren Japan Rail Passes können wir nahezu jeden beliebigen Zug und auch die schnellen Shinkansen nehmen, ohne zusätzliche Kosten zu haben. Dank der am Flughafen gekauften japanischen SIM-Karte haben wir auch unterwegs Internet und können so sehr unkompliziert mit der entsprechenden App die Verbindungen nachschauen. So gestaltete sich das Reisen in Japan viel einfacher als vermutet und die Hilfsbereitschaft der Japaner trägt dazu bei, alle noch offenen Unklarheiten schnell zu beseitigen. Auch die Verständigung klappt in der Regel relativ gut – viele sprechen zumindest ein Minimum an Englisch (auch die für uns relevanten Schilder sind auf Englisch untertietelt) und der Rest wird mit Händen, Füßen, breitem Grinsen und höflichen Verbeugungen geklärt. Dennoch erscheinen uns die Menschen eher reserviert und schüchtern, sofern man nicht auf sie zugeht. Japan ist sehr organisiert, diszipliniert, unglaublich sauber und leise. Das macht sich vor allem an den Bahnhöfen bemerkbar, denn die Menschen stellen sich ganz artig in einer Reihe an, um den Zug zu betreten und in einer zweiten für den darauf folgenden… Den selbst fabrizierten Müll nehmen die Japaner zum Entsorgen mit nach Hause und auf den Straßen findet man nicht einen Krümel. Und so sieht selbst eine so riesige Millionenstadt wie Tokyo, in der es von Menschen nur so wimmelt, wie geleckt aus.

Auf unseren Touren besuchen wir hauptsächlich alte Tempel und Schreine in allen Formen, Farben und Größen. Hier versuchen wir auch einmal unser Losglück bei einem der vielen Zukunftsvorhersagen und Glücksorakeln, worauf die Japaner total abfahren. Außer auf Wahrsagen, stehen sie auch auf Pokemon Go (was deshalb in den Tempeln untersagt ist) und Spielhöllen mit unzähligen Automaten und enormem Geräuschpegel. Unser Aufenthalt liegt zufällig um das von den Asiaten begehrteste Heiratsdatum, so dass wir einige traditionelle Trauungen miterleben können, da die Tempel hierfür nicht extra geschlossen werden. Emotionalität liegt der japanischen Kultur jedenfalls fern, dafür ist die choreografiert wirkende Zeremonie, in der wenig gesprochen sodern eher gesungen und mit traditioneller Live-Musik untermalt wird durchaus ein kleines Erlebnis. Wer die traditionellen Kimonos gern selbst einmal anziehen möchte, hat dazu in zahlreichen Verleihs die Möglichkeit – was tatsächlich viele Touristen, vor allem aus Asien, nutzen. Ein Erlebnis sind auch die frei lebenden Adler in Kamakura und Kyoto, die majestätisch dürch die Lüfte über dem Ort segeln. Das beginnende Farbenspiel des Herbstlaubes ist eine gelungene Abwechslung zum Großstadttrubel. Unsere Ausflüge führten nach Nikko, Kamakura, Odawara, Nara und Hiroshima. Jeder dieser Orte ist einen Besuch wert und auch die Zugfahrten selbst, sind ein Erlebnis. Die Züge sind immer auf die Minute pünktlich, sehr bequem und bringen uns mit bis zu 300 km/h schnell ans Ziel. Die letzte Nacht verbringen wir in einem Kapselhotel direkt im Flughafenterminal – das muss man schon mal mitnehmen, wenn man in Japan ist. In den, an ein Ufo erinnernde, Parzellen ist richtig viel Platz und auch die Waschräume und Duschen sind komfortabel, so dass wir den Aufenthalt tatsächlich weiterempfehlen können. Generell fallen die Zimmer in Japan eher klein aus, genau wie die lustigen kompakten und fast quadratischen Autos. Die vierzehn Tage waren ein toller Anfang für die touristische Eroberung Japans. Wir kommen bestimmt wieder, doch erstmal geht es weiter nach Taiwan…

Japan for beginners – October 18th till November 1st 2016

Japan is now the third stop on our trip around the world and we have two weeks to get to know the country and the people. Far too little for such a large and varied country, yet enough to get a first impression and to explore some cities on the main island Honshu. Narita and Tokyo are our first stops. Right on the first day, we found out that the prices for hotel rooms are quite affordable, but that one can spend a small fortune for the very delicious Japanese food. We decided to stay in Tokyo the first week and the second in Kyoto. From here, we discoverd the cities themselves and made some day trips into the more or less close environment by train. With our Japan Rail Passes we were allowed to take almost any train including the fast Shinkansen, without additional costs. Thanks to a Japanese SIM card wich we purchased at the airport, we also had internet on the road and could easily check the connections with an app. So traveling in Japan was much easier than expected, and the willingness of Japanese people to help quickly eliminated remaining unclear things. Also the communication usually works relatively well – many speak at least a minimum of English (also the signs relevant for us were undertitled in English) and the rest was clarified with hands, feet, a big smile and polite bows. Nevertheless, people seem to be reserved and shy, unless one approaches them. Japan is very organized, disciplined, incredibly clean and quiet. This is especially noticeable at the train stations, because the people que up in a row to enter the train and in a second one for the following… Garbage is taken home by the Japanese peolple and so even the streets of a metropolis like Tokyo are free of any litter.

On our tours we visited mainly old temples and shrines in all shapes, colors and sizes. Here we also tried our luck in one of the many future predictions and fortune tellers, which the Japanese really love. Besides soothsaying, they are also crazy about Pokemon Go (which is therefore forbidden in the temples) and about gambling joints with countless machines and enormous noise. Our stay is coincidentally during the Asians‘ most popular date of marriage, so that we can experience some traditional ceremonies, since the temples are not closed for this purpose. Emotionality is far from Japanese culture anyway, but the choreographed-looking ceremony, in which little is spoken but more is sung and accompanied with traditional live music, is quite a nice experience. If you would like to wear the traditional kimonos yourself, you have the possibility to do so in many rental shops – which is actually done by many tourists, especially from Asia. An experience is also the free-living eagles in Kamakura and Kyoto, which majestically sail the air above the towns. Autumn is also starting to change the colours of the leaves and makes trips to the countryside a nice change. We visited Nikko, Kamakura, Odawara, Nara and Hiroshima. Each of these places is well worth a visit and also the train rides themselves are an adventure. The trains are always on on time, very convenient and take us to the destination at speeds of up to 300 km/h. The last night we spent in a capsule hotel directly at the airport terminal – which we thought one has do do at least once, if you are in Japan. The to a Ufo reminding boxes provide a lot of space and also the laundry rooms and showers are comfortable, so we can recommend the stay. Generally the rooms in Japan are rather small, just like the funny compact and almost square cars. The forteen days were a great start for exploring Japan. We will definitely go back again, but now it is time to travel to Taiwan…

Stippvisite in Hong Kong

16. bis 18. Oktober 2016

Lesezeit 1 Minute

Der abenteuerlichste und außergewöhnliche Teil unserer Weltreise liegt nun hinter uns… dennoch sind alle weiteren Ziele unserer Weltreise nicht weniger spannend. Hong Kong, mit all den Vorteilen einer Großstadtzivilisation, kommt uns nach der Einfachheit in Nepal sehr gelegen. Endlich ein komfortables Hotelzimmer mit all dem üblichen Pipapo, Cafés an jeder Straßenecke und Geschäften, die keinen Wunsch offen lassen. Die Stadt ist groß mit vielen Hochhäusern und Straßenschluchten, dennoch sehr entspannt, trotz dem Gewimmel an Bewohnern und Touristen. Auch hier ist wie in Nepal Linksverkehr und wir lassen uns zu Fuß durch die Straßen spülen, freuen uns über das Sommerwetter, entdecken diverse Spezialitäten auf Wochenmärkten und in Straßenküchen, nutzen die Gelegenheit um ein klein Wenig zu shoppen, treffen Freunde und genießen den Blick auf Hong Kong Island bei Tag und bei Nacht. Nirgends auf der Welt gibt es wohl so viele Plakate und Schaufenster mit Werbung für Uhren und Schmuck wie hier und auch die Stadt glitzert in der Dunkelheit mit ihren vielen Lichtern. Hong Kong ist wunderbar, entspannt geschäftig, sauber, vielfältig und spannend – leider bleibt uns nicht genug Zeit tiefer einzutauchen. Nach nur zwei Übernachtungen geht es weiter mit dem Flieger nach Japan…

Stopover in Hong Kong – October 16 till 18 2016

The most adventurous and unique part of our journey now lies behind us. However the further destinations of our trip around the world are no less exciting. Hong Kong with all its advantages of a metropolis is very convenient for us after the simplicity in Nepal. Finally a nice hotel room with all the usual amenities, coffee shops on every corner and stores to fulfil every desire. The city is huge with lots of skyscrapers and urban canyons but still relaxed, besides all the crowds of residents and tourists. Like in Nepal it is left-hand traffic in Hong Kong and so we go with the flow by foot, enjoy the summer weather, discover various specialties at farmer’s markets and street-kitchens, take the chance to go a little shopping, meet friends and relish the view on Hong Kong Island in daytime and at night. There is no other place in the world with more advertising for watches and jewlery on billboards and in showcases and also the city sparkles at night with the numerous lights. Hong Kong is phantastic, busy in a relaxed way, clean, versatile and exciting – unfortunately we don’t have enough time to explore in more detail. After only two nights we enter the next plane and fly to Japan…

Trekking in Nepal

1. bis 15. Oktober

Lesezeit 3 Minuten

Das erste Ziel der Weltreise war Nepal. Genauer gesagt Kathmandu und von dort aus eine 10-tägige Trekking-Tour zum Annapurna Basecamp. Die Organisation der Unterkünfte und Transfers, sowie auch des Guides und aller Formalitäten übernahm ein nepalesischer Bekannter vor Ort, was alles wunderbar klappte. Am kleinen Flughafen in Kathmandu, der eher einem großen Busbahnhof gleicht, als einem internationalen Flughafen, bereitete unser Guide uns ein herzliches Willkommen und überreichte uns glücksbringende Schals, wie es hier üblich ist. Er zeigte uns auch am nächsten Tag das bunte, laute und staubige Kathmandu und seine schönen Tempelanlagen – hinduistisch sowie buddhistisch. Bemerkenswert ist, wie tolerant die vielen verschiedenen Religionen in der Stadt und im Rest des Landes zusammenleben und einander respektieren. Ganz öffentlich finden traditionelle Bestattungen im Pashupatinath Tempel statt, bei der die Toten zunächst von ihren Angehörigen am Fluss gewaschen und anschließend auf Scheiterhaufen aus Holz, Ölen und Gewürzen verbrannt werden, um dann die Asche in den Fluss zu kehren. Auch die vielen kleinen buddhistischen Kloster, die vor allem im nordosten Kathmandus nahe der Boudhanath Stupa liegen, bieten öffentliche Einblicke in das Leben und die Zeremonien dieser Mönche. Die Menschen leben einfach aber zufrieden, trotz dem die Spuren des Erdbebens vom letzten Jahr immer noch an vielen Stellen zu erkennen sind…da stört auch das unermüdliche Hupen im Straßenverkehr wenig.

An Tag drei ging es mit dem Bus durch Dörfer, Berghänge hinauf und hinunter und entlang großer Flüsse bis nach Pokhara – dem zentralen Anlaufort für viele Wanderer. Eine Autostunde weiter entfernt in Nayapul auf 1.070m Höhe starteten auch wir am 4. Oktober unsere Trekking Tour. Die Details jedes einzelnen der folgenden 9 Tage sollen hier nicht weiter aufgeführt werden, sondern nur allgemein ein Einblick. Die Tagesetappen waren folgende: Nayapul 1.070m > Tikhedhungga 1.540m > Ghorepani 2.860m > Tadapani 2.630m > Chomrong 2.170m > Himalaya 2.920m > Annapurna Basecamp 4.130m > Upper Sinuwa 2.360m > Jhinu Danda 1.780m > Nayapul 1.070m. Um die Orte zu erreichen, konnte man allerdings nicht einfach langsam kontinuierlich bergauf oder –ab laufen, sondern legte an manchen Tagen mehr als das doppelte an Höhenmetern zurück, da es vom Berg durchs nächste Tal über den Fluss und wieder hinauf zur nächsten Unterkunft ging oder umgekehrt. Der Weg war auch alles andere als ausgebaut und bequem. Es ging die meiste Zeit unregelmäßige Felsentreppen rauf oder runter, durch den Regenwald, schmale Schotterwege entlang und über zahlreiche mehr oder weniger vertrauenswürdige Brücken. Nicht selten kamen uns schwer beladene Esel, Ziegenherden oder freilaufende Wasserbüffel entgegen, denen wir ausweichen mussten. Aber die Natur und der Ausblick in die unberührte Landschaft und auf die bis zu 8.091m (Annapurna I) hohen Berge war unbeschreiblich und entschädigte alle Mühen, auch wenn wir klitschnass geschwitzt nach sieben Stunden Wandern mit 15kg Gepäck auf dem Rücken im Guesthouse ankamen. Die Unterkünfte waren sehr einfach und die Zimmer hatten meist außer zwei Betten nichts weiter als vielleicht noch einen Nachttisch, Toilette und Dusche teilte man mit allen anderen und warmes Wasser zum Duschen gab es auch nicht immer, dennoch war es ein riesen Spaß, wenn auch eine Herausforderung. Dafür bekommt man Muskeln und verliert eine Menge Gewicht – ohne teure Beiträge im Fitnesstudio zu zahlen. Gegessen wurde zu allen Mahlzeiten warm und es gab jede Menge Tee. Wir probierten die Speisekarten rauf und runter und fanden alles sehr lecker. Die Menschen und besonders unser Guide waren absolut herzlich und hilfsbereit, so dass der Abschied in Pokhara am 12. Oktober beim gemeinsamen Abendessen doch schwerer fiel als erwartet. Wanderschuhe und Andenken wechselten die Besitzer und E-Mail Adressen und Umarmungen wurden ausgetauscht… Nach einem Tag Entspannung ging es mit dem Bus zurück nach Kathmandu. Von hier ging die Reise dann am 15. Oktober weiter nach Hong Kong…