08. bis 10. November 2016

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Von Taipei aus landeten wir erst am späteren Abend in Kuala Lumpur, konnten aber zumindest auf der Fahrt zum Hotel einen Blick auf die erleuchtete Stadt und die Petronas Towers werfen. Viel mehr Zeit blieb uns leider auch am nächsten Morgen nicht für eine Stadtbesichtigung. Zum einen mussten wir uns noch um Zugtickets nach Singapur kümmern, die gerade mal 12 Euro pro Person kosteten, und zum anderen machte uns der kurze aber heftige Monsunregen einen Strich durch die Rechnung. So stiegen wir also in den relativ modernen Zug ein, der uns Richtung Süden brachte, ohne etwas von der Stadt gesehen zu haben. Dafür konnten wir umso mehr Eindrücke von Malaysia während der Zugfahrt sammeln. Die ersten zwei Stunden fuhren wir auf elektrifizierter Strecke und mussten dann umsteigen in eine Art Regionalbahn an deren Anfang eine Diesellok das Tempo vorgab. Die Klimaanlage war dermaßen kalt eingestellt, dass alle Passagiere hektisch nach irgendwelchen Kleidungsstücken zum Überziehen suchten und sich Tee bestellten, der in mit Gummiband verschlossenen Plastiktüten serviert wurde. Es muss ein lustiges Bild gewesen sein, wie bei einer Außentemperatur von über 30 °C die Leute aus dem Zuginneren mit Mützen, dicken Pullovern und Schals nach draußen geschaut haben. Irgendwann regulierte das Zugpersonal die Temperatur dann nach, so dass keiner mehr zittern musste. Auf der relativ langsamen Fahrt von über 8 Stunden durch den malaysischen Dschungel, kamen wir vorbei an kleinen Dörfern, durchquerten Palmenwälder, sahen Papageien mit dem Zug um die Wette fliegen und Affen in den Bäumen entlang der Strecke von Ast zu Ast schwingen.

Irgendwann erreichten wir dann auch die Endhaltestelle JB Sentral und machten uns auf den Weg zur Einreise nach Singapur. Dies dauerte dann allerdings länger als wir dachten, da der Grenzübergang von vielen Einheimischen Berufspendlern in beide Richtungen stark genutzt wird. Zudem mussten wir erst einmal die Ausreise aus Malaysia, dann eine Busfahrt zum anderen Grenzposten in Woodland und letztendlich die Einreise nach Singapur mit Gepäckkontrolle hinter uns bringen. Zwei Stunden später saßen wir dann endlich im Taxi auf dem Weg ins Hotel. Wo uns ein Freund zum Essen abholte. In Little India konnten wir dann unsere inzwischen knurrenden Mägen beruhigen und ließen den Abend in einer Bar mit Singapur Sling Cocktails ausklingen. Überhaupt findet man in Singapur quasi alle Kulturkreise im Kleinformat, da die Stadtbezirke beispielsweise Little Italy und Little Chinatown heißen und auch so aussehen. Den Tag verbrachten wir mit einem langen Stadtspaziergang, der uns nicht nur durch die urbanen Straßenschluchten und vorbei an den bekannten Wahrzeichen, sondern auch durch eine riesige Parkanlage führte. Hier standen neben farbenprächtigen Blumen und Sträuchern aller Art auch künstliche Bäume, deren Stämme aus Stahlgestell über die Jahre mit Pflanzen bewachsen sollen. Und schon war es an der Zeit aufzubrechen, da der nächste Flieger Richtung Sydney bereits auf uns wartete…

On the go through Malaysia and Singapore
November 8th till 10th 2016

We landed in Kuala Lumpur from Taipei late in the evening, but could at least get a glimpse of the illuminated city and the Petronas Towers on our drive to the hotel. Unfortunately not much more time remained the next morning. On the one hand, we had to find and buy train tickets to Singapore, which were just 12 euros per person, and on the other hand, the short but violent monsoon rain foiled our plans. So we got into the relatively modern train, which brought us south, without having seen anything of the city. Nevertheless we were able to gather more impressions of Malaysia during the train journey. The first two hours we drove on an electrified route and then had to change into a kind of regional train at which’s beginning a diesel locomotive rendered the speed. The air conditioning was so cold that all the passengers frantically searched for some warm clothes and ordered tea, which was served in plastic bags sealed with rubber band. It must have been a funny picture, while at an outside temperature of more than 30°C the people from inside the train looked out of the windows wearing thick sweaters and scarves. At some point, the train crew adjusted the temperature so that no one had to freeze any longer. On the relatively slow journey of over 8 hours through the Malaysian jungle, we passed small villages, crossed palm tree forests, saw parrots flying by and monkeys swinging in the trees from branch to branch.

Then we reached the final stop JB Sentral and made our way to Singapore. However, this took longer than we thought, because the border crossing is used by many locals in both directions. We had to leave Malaysia, then take a bus to the other border post in Woodland and finally enter Singapore after passing the baggage control. Two hours later, we finally sat in the taxi on the way to the hotel, where a friend picked us up for dinner. In Little India we were able to soothe our meanwhile growling stomachs and let the evening end in a bar with Singapore Sling cocktails. In Singapore you can find almost all cultural circles in small-scale. For example Little Italy and Little Chinatown are the city’s districts. We spent the next day with a long city walk, which led us not only through the urban street canyons and past the famous sights, but also through a huge park. In addition to colorful flowers and shrubs of all kinds, there were also artificial trees, which’s stems were to be greened with plants over the years. And it was already time to leave, since the next flight to Sydney was already waiting for us…