1. bis 15. Oktober
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Das erste Ziel der Weltreise war Nepal. Genauer gesagt Kathmandu und von dort aus eine 10-tägige Trekking-Tour zum Annapurna Basecamp. Die Organisation der Unterkünfte und Transfers, sowie auch des Guides und aller Formalitäten übernahm ein nepalesischer Bekannter vor Ort, was alles wunderbar klappte. Am kleinen Flughafen in Kathmandu, der eher einem großen Busbahnhof gleicht, als einem internationalen Flughafen, bereitete unser Guide uns ein herzliches Willkommen und überreichte uns glücksbringende Schals, wie es hier üblich ist. Er zeigte uns auch am nächsten Tag das bunte, laute und staubige Kathmandu und seine schönen Tempelanlagen – hinduistisch sowie buddhistisch. Bemerkenswert ist, wie tolerant die vielen verschiedenen Religionen in der Stadt und im Rest des Landes zusammenleben und einander respektieren. Ganz öffentlich finden traditionelle Bestattungen im Pashupatinath Tempel statt, bei der die Toten zunächst von ihren Angehörigen am Fluss gewaschen und anschließend auf Scheiterhaufen aus Holz, Ölen und Gewürzen verbrannt werden, um dann die Asche in den Fluss zu kehren. Auch die vielen kleinen buddhistischen Kloster, die vor allem im nordosten Kathmandus nahe der Boudhanath Stupa liegen, bieten öffentliche Einblicke in das Leben und die Zeremonien dieser Mönche. Die Menschen leben einfach aber zufrieden, trotz dem die Spuren des Erdbebens vom letzten Jahr immer noch an vielen Stellen zu erkennen sind…da stört auch das unermüdliche Hupen im Straßenverkehr wenig.
An Tag drei ging es mit dem Bus durch Dörfer, Berghänge hinauf und hinunter und entlang großer Flüsse bis nach Pokhara – dem zentralen Anlaufort für viele Wanderer. Eine Autostunde weiter entfernt in Nayapul auf 1.070m Höhe starteten auch wir am 4. Oktober unsere Trekking Tour. Die Details jedes einzelnen der folgenden 9 Tage sollen hier nicht weiter aufgeführt werden, sondern nur allgemein ein Einblick. Die Tagesetappen waren folgende: Nayapul 1.070m > Tikhedhungga 1.540m > Ghorepani 2.860m > Tadapani 2.630m > Chomrong 2.170m > Himalaya 2.920m > Annapurna Basecamp 4.130m > Upper Sinuwa 2.360m > Jhinu Danda 1.780m > Nayapul 1.070m. Um die Orte zu erreichen, konnte man allerdings nicht einfach langsam kontinuierlich bergauf oder –ab laufen, sondern legte an manchen Tagen mehr als das doppelte an Höhenmetern zurück, da es vom Berg durchs nächste Tal über den Fluss und wieder hinauf zur nächsten Unterkunft ging oder umgekehrt. Der Weg war auch alles andere als ausgebaut und bequem. Es ging die meiste Zeit unregelmäßige Felsentreppen rauf oder runter, durch den Regenwald, schmale Schotterwege entlang und über zahlreiche mehr oder weniger vertrauenswürdige Brücken. Nicht selten kamen uns schwer beladene Esel, Ziegenherden oder freilaufende Wasserbüffel entgegen, denen wir ausweichen mussten. Aber die Natur und der Ausblick in die unberührte Landschaft und auf die bis zu 8.091m (Annapurna I) hohen Berge war unbeschreiblich und entschädigte alle Mühen, auch wenn wir klitschnass geschwitzt nach sieben Stunden Wandern mit 15kg Gepäck auf dem Rücken im Guesthouse ankamen. Die Unterkünfte waren sehr einfach und die Zimmer hatten meist außer zwei Betten nichts weiter als vielleicht noch einen Nachttisch, Toilette und Dusche teilte man mit allen anderen und warmes Wasser zum Duschen gab es auch nicht immer, dennoch war es ein riesen Spaß, wenn auch eine Herausforderung. Dafür bekommt man Muskeln und verliert eine Menge Gewicht – ohne teure Beiträge im Fitnesstudio zu zahlen. Gegessen wurde zu allen Mahlzeiten warm und es gab jede Menge Tee. Wir probierten die Speisekarten rauf und runter und fanden alles sehr lecker. Die Menschen und besonders unser Guide waren absolut herzlich und hilfsbereit, so dass der Abschied in Pokhara am 12. Oktober beim gemeinsamen Abendessen doch schwerer fiel als erwartet. Wanderschuhe und Andenken wechselten die Besitzer und E-Mail Adressen und Umarmungen wurden ausgetauscht… Nach einem Tag Entspannung ging es mit dem Bus zurück nach Kathmandu. Von hier ging die Reise dann am 15. Oktober weiter nach Hong Kong…
Super, dass ihr uns auf diese ganz wunderbare Weise teilhaben lasst an eurer Reise. Sehr interessant was ihr berichtet über eure Trekking-Tour im Nepal, tolle Bilder habt ihr geschossen, die ergänzen und unterstreichen den Bericht.
Freuen uns auf die weiteren Informationen.
Liebe Grüße aus der Heimat, E&E
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Ihr seids ja narrisch… 🙂 Schöner Bericht!
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Na das gab sicher stramme Schenkel und Blasen an den Füßen, ihr Lieben : ) toll das ihr das erlebt habt, ein Stück näher an der Sonne zu sein in der wunderbar faszinierenden Bergwelt ….Danke für euren Bericht…Weiter so : )))) wir drücken euch aus der Heimat M&P
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Liebe Phia!
Hab mir gestern Abend endlich Zeit genommen und Deinen Blog geöffnet und bin begeistert von Deinen bebilderten Reiseberichten. 😊✌🏻️😍Toll was Du alles zu sehen kriegst🙏und sicher dazu lernst durch eigenes Erleben👍🏻Die Brücke auf Eurer Treckingtour 😲-verrückt. Wie lange habt Ihr davor gestanden bis ihr rüber gelaufen seid und wie tief ging es hinunter bis in die Talsohle😯🙃🙏😍✌🏻️Uwe kriegt nur vom Foto schweißnasse Hände:-)
LG B&U
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