18. Oktober bis 1. November 2016
Lesezeit 3 Minuten
Japan ist nun also unsere dritte Station auf der Weltreise und wir haben zwei Wochen Zeit, um Land und Leute etwas kennen zu lerenen. Viel zu wenig für ein so großes und vielseitiges Land, dennoch genügend um einen ersten Eindruck zu bekommen und einige Städte auf der Hauptinsel Honshu zu erkunden. Narita und Tokyo sind unsere ersten Anlaufstellen. Gleich am ersten Tag stellen wir fest, dass die Preise für Hotelzimmer zwar einigermaßen erschwinglich sind, man jedoch für das überaus leckere japanische Essen ein kleines Vermögen loswerden kann. Wir entscheiden uns dafür, die erste Woche unser Quartier in Tokyo aufzuschlagen und danach in Kyoto zu bleiben. Von hier aus entdecken wir die Städte selbst und machen mit dem Zug einige Tagesausflüge in die mehr oder weniger nahe Umgebung. Mit unseren Japan Rail Passes können wir nahezu jeden beliebigen Zug und auch die schnellen Shinkansen nehmen, ohne zusätzliche Kosten zu haben. Dank der am Flughafen gekauften japanischen SIM-Karte haben wir auch unterwegs Internet und können so sehr unkompliziert mit der entsprechenden App die Verbindungen nachschauen. So gestaltete sich das Reisen in Japan viel einfacher als vermutet und die Hilfsbereitschaft der Japaner trägt dazu bei, alle noch offenen Unklarheiten schnell zu beseitigen. Auch die Verständigung klappt in der Regel relativ gut – viele sprechen zumindest ein Minimum an Englisch (auch die für uns relevanten Schilder sind auf Englisch untertietelt) und der Rest wird mit Händen, Füßen, breitem Grinsen und höflichen Verbeugungen geklärt. Dennoch erscheinen uns die Menschen eher reserviert und schüchtern, sofern man nicht auf sie zugeht. Japan ist sehr organisiert, diszipliniert, unglaublich sauber und leise. Das macht sich vor allem an den Bahnhöfen bemerkbar, denn die Menschen stellen sich ganz artig in einer Reihe an, um den Zug zu betreten und in einer zweiten für den darauf folgenden… Den selbst fabrizierten Müll nehmen die Japaner zum Entsorgen mit nach Hause und auf den Straßen findet man nicht einen Krümel. Und so sieht selbst eine so riesige Millionenstadt wie Tokyo, in der es von Menschen nur so wimmelt, wie geleckt aus.
Auf unseren Touren besuchen wir hauptsächlich alte Tempel und Schreine in allen Formen, Farben und Größen. Hier versuchen wir auch einmal unser Losglück bei einem der vielen Zukunftsvorhersagen und Glücksorakeln, worauf die Japaner total abfahren. Außer auf Wahrsagen, stehen sie auch auf Pokemon Go (was deshalb in den Tempeln untersagt ist) und Spielhöllen mit unzähligen Automaten und enormem Geräuschpegel. Unser Aufenthalt liegt zufällig um das von den Asiaten begehrteste Heiratsdatum, so dass wir einige traditionelle Trauungen miterleben können, da die Tempel hierfür nicht extra geschlossen werden. Emotionalität liegt der japanischen Kultur jedenfalls fern, dafür ist die choreografiert wirkende Zeremonie, in der wenig gesprochen sodern eher gesungen und mit traditioneller Live-Musik untermalt wird durchaus ein kleines Erlebnis. Wer die traditionellen Kimonos gern selbst einmal anziehen möchte, hat dazu in zahlreichen Verleihs die Möglichkeit – was tatsächlich viele Touristen, vor allem aus Asien, nutzen. Ein Erlebnis sind auch die frei lebenden Adler in Kamakura und Kyoto, die majestätisch dürch die Lüfte über dem Ort segeln. Das beginnende Farbenspiel des Herbstlaubes ist eine gelungene Abwechslung zum Großstadttrubel. Unsere Ausflüge führten nach Nikko, Kamakura, Odawara, Nara und Hiroshima. Jeder dieser Orte ist einen Besuch wert und auch die Zugfahrten selbst, sind ein Erlebnis. Die Züge sind immer auf die Minute pünktlich, sehr bequem und bringen uns mit bis zu 300 km/h schnell ans Ziel. Die letzte Nacht verbringen wir in einem Kapselhotel direkt im Flughafenterminal – das muss man schon mal mitnehmen, wenn man in Japan ist. In den, an ein Ufo erinnernde, Parzellen ist richtig viel Platz und auch die Waschräume und Duschen sind komfortabel, so dass wir den Aufenthalt tatsächlich weiterempfehlen können. Generell fallen die Zimmer in Japan eher klein aus, genau wie die lustigen kompakten und fast quadratischen Autos. Die vierzehn Tage waren ein toller Anfang für die touristische Eroberung Japans. Wir kommen bestimmt wieder, doch erstmal geht es weiter nach Taiwan…
Japan for beginners – October 18th till November 1st 2016
Japan is now the third stop on our trip around the world and we have two weeks to get to know the country and the people. Far too little for such a large and varied country, yet enough to get a first impression and to explore some cities on the main island Honshu. Narita and Tokyo are our first stops. Right on the first day, we found out that the prices for hotel rooms are quite affordable, but that one can spend a small fortune for the very delicious Japanese food. We decided to stay in Tokyo the first week and the second in Kyoto. From here, we discoverd the cities themselves and made some day trips into the more or less close environment by train. With our Japan Rail Passes we were allowed to take almost any train including the fast Shinkansen, without additional costs. Thanks to a Japanese SIM card wich we purchased at the airport, we also had internet on the road and could easily check the connections with an app. So traveling in Japan was much easier than expected, and the willingness of Japanese people to help quickly eliminated remaining unclear things. Also the communication usually works relatively well – many speak at least a minimum of English (also the signs relevant for us were undertitled in English) and the rest was clarified with hands, feet, a big smile and polite bows. Nevertheless, people seem to be reserved and shy, unless one approaches them. Japan is very organized, disciplined, incredibly clean and quiet. This is especially noticeable at the train stations, because the people que up in a row to enter the train and in a second one for the following… Garbage is taken home by the Japanese peolple and so even the streets of a metropolis like Tokyo are free of any litter.
On our tours we visited mainly old temples and shrines in all shapes, colors and sizes. Here we also tried our luck in one of the many future predictions and fortune tellers, which the Japanese really love. Besides soothsaying, they are also crazy about Pokemon Go (which is therefore forbidden in the temples) and about gambling joints with countless machines and enormous noise. Our stay is coincidentally during the Asians‘ most popular date of marriage, so that we can experience some traditional ceremonies, since the temples are not closed for this purpose. Emotionality is far from Japanese culture anyway, but the choreographed-looking ceremony, in which little is spoken but more is sung and accompanied with traditional live music, is quite a nice experience. If you would like to wear the traditional kimonos yourself, you have the possibility to do so in many rental shops – which is actually done by many tourists, especially from Asia. An experience is also the free-living eagles in Kamakura and Kyoto, which majestically sail the air above the towns. Autumn is also starting to change the colours of the leaves and makes trips to the countryside a nice change. We visited Nikko, Kamakura, Odawara, Nara and Hiroshima. Each of these places is well worth a visit and also the train rides themselves are an adventure. The trains are always on on time, very convenient and take us to the destination at speeds of up to 300 km/h. The last night we spent in a capsule hotel directly at the airport terminal – which we thought one has do do at least once, if you are in Japan. The to a Ufo reminding boxes provide a lot of space and also the laundry rooms and showers are comfortable, so we can recommend the stay. Generally the rooms in Japan are rather small, just like the funny compact and almost square cars. The forteen days were a great start for exploring Japan. We will definitely go back again, but now it is time to travel to Taiwan…
Ihr Lieben! Danke für Eure faszinierenden Reiseberichte. So haben auch wir Daheimgebliebenen die Möglichkeit, in diese fremde und ferne Welt einzutauchen. Freuen uns schon auf die Fortsetzung und wünschen Euch eine tolle Zeit im Land der Hobbits. Es grüßen Euch herzlich Tante Uschi und Onkel Horst
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Der Bericht ist wieder super und wir teilen Eure Begeisterung für dieses schöne Land. Ist schon spannend und vielfältig was Ihr alles erlebt und berichtet.
Hhmm…ob wir hier auch irgendwann so tolle Zugverbindungen haben werden…??? Schön wärs ja! … würde mich auch artig anstellen…
Weiterhin alles Liebe und Gute! Ganz dicke Umarmungen von uns mit
lieben Grüßen.
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