01. bis 08. November 2016

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Ein kurzer vierstündiger Flug brachte uns von Tokyo nach Taipei. Auch diese Metropole ist riesig, jedoch anders als japanische Städte merklich vom chinesischen Einfluss geprägt. Was als erstes auffiel ist der Verkehr. Hier fahren die Autos wieder auf der rechten Seite, anders als in den vorherigen Reiseländern. Auch die Straßen waren nicht ganz so penibel sauber, wie in Tokyo, sondern erinnerten eher an berliner Verhältnisse, dennoch ist Taipei sehr grün und lädt zum spazieren ein. Wie wir am ersten Tag schnell feststellten, läuft man allerdings doch viel länger als man denkt, wenn man nur mit dem Finger den Stadtplan entlangfährt, und so kamen die Pre-Paid-Metro-Karten auch hier wieder sehr gelegen. Die weiten Strecken zwischen Staatsdenkmälern, Tempeln und Nachtmärkten ließen sich so viel einfacher zurück legen. Ein Besuch auf dem höchsten Gebäude der Stadt, dem Taipei 101, war natürlich Pflicht und so fuhren wir mit dem Fahrstuhl in nur 30 Sekunden hinauf auf 390 Meter. Trotz eher wolkigem Wetter war die Aussicht gut und lohnenswert. Neben den baulichen Sehenswürdigkeiten haben es uns aber vor allem die Nachtmärkte angetan. Jeden Abend erkundeten wir einen anderen, angefangen in Ninxia bis nach Shilin, und probierten uns durch die Angebotsvielfalt. Als Vegetarier hat man es da ein klein wenig schwerer, als wenn man Fleisch und jegliche Art von Seafood isst, dennoch findet man viele leckere Gerichte. Kommt man jedoch an einer der zahlreichen Straßenküchen vorbei, die Stinky Tofu anbieten, kann einem schon mal schlecht werden, bei dem penetranten Geruch.

Mit dem Zug fuhren wir dann für einige Tage zu Freunden in den Süden nach Kaohsiung, wo das Wetter auch merklich sommerlicher war. Mit dem Scooter und mit Fahrrädern erkundeten wir gemeinsam die Hafenstadt, das künstlerische Viertel, deren Cafés und Restaurants, beobachteten die Einheimischen bei enthusiastischen Karaoke-Darbietungen und hatten eine schöne und lustige gemeinsame Zeit. In einer riesigen buddhistischen Tempelanlage, über der ein großer goldener Buddha thront, versuchten wir uns im Meditieren und in einem kleinen alten Dorf bemalten wir traditionelle Ölpapier-Schirme. Von den “Anstrengungen” des Tages entspannten wir bei traditioneller chinesischer Fußmassage, die man selbst um Mitternacht noch bekommen kann. Dann ging es für uns wieder zurück nach Taipei und weiter zum nächsten Reiseabschnitt – dieser sollte quasi im Schnelldurchlauf erfolgen…

Taiwan Day and Night – November 1st till 8th 2016

A short four-hour flight took us from Tokyo to Taipei. This metropolis is huge, but unlike Japanese cities markedly influenced by Chinese culture. The first thing we noticed is the traffic. Here, the cars drive again on the right, unlike in the previous destinations. Also the streets were not quite as meticulously clean, as in Tokyo but more like Berlin, though Taipei is very green and invites to walk. However, as we quickly noticed on the first day, the distances are much bigger than one thinks, when running along the map with the finger. So the Pre-Paid-Metro-cards came in very handy again. The vast distances between state monuments, temples and night markets are much easier to cover. A visit to the tallest building in the city, the Taipei 101, was, of course, a must and so we took the lift up to 390 meters in just 30 seconds. Despite the rather cloudy weather the view was good and worthwhile. Besides the architectural sights, we particularly fell in love with the night markets. Every evening, we explored a different one, starting from Ninxia to Shilin, and tried out the large variety of food. Being a vegetarian it is a little more difficult as if eating meat and any kind of seafood, but you can find many delicious dishes. However, if one passes by one of the numerous street kitchens that offer Stinky Tofu, one can get sick with the penetrant smell.

By train we drove to the south to Kaohsiung for a few days to visit friends. The weather was noticeably more like summer. With scooters and bicycles we explored the harbor city, the artistic district, their cafes and restaurants, watched the locals at their enthusiastic karaoke performances and had a nice and fun time together. In a giant Buddhist temple complex, above which a great golden Buddha thrones, we tried some meditation and in a small ancient village we painted traditional oil paper umbrellas. From the „exertions“ of the day we relaxed enjoying a traditional Chinese foot massage, which you can get even at midnight. Then we went back to Taipei and went on to the next stage – this should take place almost in fast forward mode…